Seit 2022 ist eine zunehmende Durchdringung der akademischen Kommunikation durch Anwendungen Künstlicher Intelligenz zu beobachten. Dies wirft bildungs- und wissenschaftstheoretisch relevante Fragen auf – besonders für die Germanistik als humanistischen Fachbereich. Die Automatisierung von Kommunikation durch Algorithmen und KI verändert grundlegende Konzepte wie Autorschaft und Schreiben: Von Wortvervollständigungen bis hin zu automatisch generierten Texten und Gesprächen entstehen hybride Formate der Mensch-Maschine-Kommunikation, deren Einordnung in klassische Kategorien oft schwerfällt. Dies betrifft sowohl die Methoden der Forschung (z. B. Korpusanalysen, Big Data) als auch ihre Gegenstände und Unterrichtsformate. Die Vielfalt der in diesem Band vertretenen Perspektiven zeigt, dass man es bei der Nutzung von KI mit einem dynamischen Ensemble von Praktiken, Erwartungen und Reflexionen zu tun hat, das die beteiligten Disziplinen bereits heute prägt und künftig wohl noch stärker prägen wird. Zugleich stellt sich die Frage nach der zukünftigen Rolle menschlichen wissenschaftlichen Denkens und Handelns – von Lehrenden, Lernenden und anderen Akteuren wissenschaftlicher Kommunikation – angesichts neuer KI-geprägter Praktiken.
Wissenschaftliche Textkommunikation im Zeichen Künstlicher Intelligenz am Beispiel der Germanistik in Deutschland, Frankreich und Italien
Marina FoschiCo-primo
Conceptualization
;Sabrina BallestracciCo-primo
Conceptualization
;
2026-01-01
Abstract
Seit 2022 ist eine zunehmende Durchdringung der akademischen Kommunikation durch Anwendungen Künstlicher Intelligenz zu beobachten. Dies wirft bildungs- und wissenschaftstheoretisch relevante Fragen auf – besonders für die Germanistik als humanistischen Fachbereich. Die Automatisierung von Kommunikation durch Algorithmen und KI verändert grundlegende Konzepte wie Autorschaft und Schreiben: Von Wortvervollständigungen bis hin zu automatisch generierten Texten und Gesprächen entstehen hybride Formate der Mensch-Maschine-Kommunikation, deren Einordnung in klassische Kategorien oft schwerfällt. Dies betrifft sowohl die Methoden der Forschung (z. B. Korpusanalysen, Big Data) als auch ihre Gegenstände und Unterrichtsformate. Die Vielfalt der in diesem Band vertretenen Perspektiven zeigt, dass man es bei der Nutzung von KI mit einem dynamischen Ensemble von Praktiken, Erwartungen und Reflexionen zu tun hat, das die beteiligten Disziplinen bereits heute prägt und künftig wohl noch stärker prägen wird. Zugleich stellt sich die Frage nach der zukünftigen Rolle menschlichen wissenschaftlichen Denkens und Handelns – von Lehrenden, Lernenden und anderen Akteuren wissenschaftlicher Kommunikation – angesichts neuer KI-geprägter Praktiken.I documenti in IRIS sono protetti da copyright e tutti i diritti sono riservati, salvo diversa indicazione.


